ZOE

Nachdem ich meinen Renault 19 nach fast 26 Jahren und etwas mehr als 130.000 gemeinsamen Kilometern Richtung Schrottpresse fahren musste, war es an der Zeit, sich nach einem Nachfolger umzusehen.

Etwas Billiges, ohne viel Schnickschnack dachte ich zuerst.

Falls er aber auch so lange halten würde, wäre er wohl mein letztes Auto, deshalb könnte ich mir ja auch einmal etwas anderes gönnen, als das Billigste.

Und das Fahren mit Strom hat ja seinen eigenen Reiz. Stinkt nicht, macht keinen Lärm, sondern bewegt einfach. Hauptsächlich wegen seiner Möglichkeit, mit Drehstrom geladen zu werden, wurde es eine Renault ZOE. Aber ein bisschen Sparsamkeit musste doch noch sein, deshalb keine neue, sondern eine dreivierteljährige mit 2.000 Kilometern in den Rädern. Gefunden habe ich sie, wie heute fast schon üblich, im Internet World Wide Web, bei einem Händler in der Nähe von München.

R19_Zulassung

Nach einem langen (und verlustreichen) Papierkrieg konnte ich am 7. April 2015 meine Nummerntafeln abholen. Am 8. April fuhr ich, bepackt mit den Nummerntafeln, Kennzeichenhalterungen vom Rudi (deutsche und österreichische Nummerntafeln sind unterschiedlich groß), einer mobilen Ladebox vom Simon und etwas Proviant mit dem Fernbus von Wangen nach München und anschließend mit der S-Bahn nach Pulling b. Freising.
Beides hat etwa gleich viel gekostet.
Nachdem ich keine Lust hatte, noch einmal zu Fuß von Pulling nach Achering zu hatschen, habe ich den Verkäufer angerufen, der mich dann auch abgeholt hat.

 Fortsetzung folgt.

 

ZOE, an vlotte-Wallbox nuckelnd

 

Ausflug über vier Pässe im August 2015Höhenprofil

 

 

 

Da das Aufladen der Batterie eines Elektrofahrzeuges (auch wenn die ZOE das meiner Meinung nach unter den europäischen EVs am besten macht) doch einige Zeit in Anspruch nimmt, könnte man diese Zeit zum Erkunden der Umgebung nutzen.
Aber wenn schon, dann nicht zu Fuß, sondern (natürlich nur, um den Radius zu erweitern) mit einem Fahrrad. Das dann allerdings in den Kofferraum der ZOE passen muss.

Die Londoner Firma Brompton Bicycle Ltd baut schon seit den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts solche Dinger. Gekauft habe ich es dort, wo ich mir schon den Flyer geholt habe, bei FahrradPur.

Hier die Geschichte dazu.

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